Falkensee, den 8. März 2010 - In den ersten Monaten des Jahres 2010 bestimmten Schnee
und Eis das Bild auf Deutschlands Straßen. Doch als dieses Weiß dann endlich einmal abtaute, offenbarte sich erst das ganze Ausmaß des unerwartet strengen
Winters: Vielerorts bestehen die Beläge nun doch mehr aus Löchern denn aus Asphalt. Diese Schlaglöcher sind nicht nur eine Katastrophe für jeden
Autofahrer, sondern auch für viele Gemeinden. Für sie droht die plötzlich nötig gewordene Finanzierung der Straßensanierung zu einem Fass ohne Boden zu
werden, denn woher sollen die benötigten Gelder kommen, ohne dass bei anderen Projekten gekürzt werden muss?
Diese Frage stellte sich auch dem Gemeinderat von Niederzimmern in Thüringen. Der Belag der Straßen war in großen Teilen zerstört, der Haushalt bereits
stringent durchgeplant. Doch die Gemeinde gab nicht auf und fand schließlich des Rätsels Lösung: „Teer muss her!“ Um die maroden Straßen auch ohne
zusätzliche Kosten sanieren zu können, werden nun Paten für alle Schlaglöcher gesucht. Seit Beginn dieser ungewöhnlichen Aktion fanden bereits 38 der
Löcher einen stolzen Paten, dessen Name auf einer Plakette neben dem frischen Teer verewigt sein wird. Zudem wurde sogar eigens ein „Schlagloch-Song“
eingespielt.
Für sechs dieser Schlaglöcher steht nun die Firma Kondomdiscount.de
(www.kondomdiscount.de) Pate. „Damit möchten wir zur Verkehrssicherheit im Ort
beitragen.“, erklärt die Firmeninhaberin Constanze Siegemund augenzwinkernd ihren Schritt. Dann jedoch wird sie wieder ernst, denn zwischen Kondomen und
gut geteerten Straßen gibt es tatsächlich wichtige Parallelen: Beides verringert das Risiko, dass Menschen sterben müssen. In Zeiten, in denen in
Deutschland wieder erschreckend viele Menschen am HIV-Virus erkranken, reicht es längst nicht mehr aus, allein am Welt-Aids-Tag (dem 1. Dezember) an
die Risiken der Krankheit zu erinnern. Darüber hinaus beginnt die Krankheit oft genauso schleichend, wie sich die Folgen, über ein Schlagloch gefahren
zu sein, am betroffen Fahrzeug äußern können: Die Achsen, Reifen, Radlager, Lenkung oder auch die Stoßdämpfer können in Mitleidenschaft gezogen sein,
und folgt keine Inspektion, droht dem Fahrer Gefahr – im schlimmsten Fall wird sein Wagen unkontrollierbar. „Das zu verhindern, ist unser Ziel.“, sagt
Frau Siegemund. „Damit schützen wir die Autofahrer, und auch unsere Kondome schützen!“, fügt sie hinzu. „Doch nur, wenn wir Aufmerksamkeit erregen,
erreicht unsere Botschaft auch so viele Menschen wie möglich.“